Ukraine: Geschäftsanbahnung Abfall- und Recyclingwirtschaft, Kiew und Lwiw, 21. – 25. September 2020

Im Jahr 2017 entstanden mit fast 370 Millionen Tonnen sehr hohe Abfallaufkommen in der ukrainischen Industrie und im Kommunalbereich. Nur ein sehr geringer Teil wird recycelt. Die Städte Kiew und Charkiw gehören gemeinsam mit Dnipro zu den Kommunen, in denen die meisten Siedlungsabfälle anfallen. Hinzu kommt, dass kein EU-Land mehr Siedlungsabfälle deponiert als die Ukraine. Thermische Behandlungen oder stoffliche Verwertungen des Abfalls sind ebenfalls eine Seltenheit. Die Abfall- und Recyclingwirtschaft in der Ukraine weist noch heute einen großen Nachholbedarf auf. Dem Land fehlt es an nachhaltigen und innovativen Anlagen, Technologien und Systemen, die eine sichere, sachgerechte und effiziente Abfallentsorgung und -verwertung garantieren. Die nicht vorhandenen Kapazitäten sowie schlechte administrative Strukturen erschweren eine geordnete Müllverarbeitung. Ökologische Standards der EU werden kaum oder gar nicht eingehalten. Die Einführung einer obligatorischen Müllsortierung hat bei den ukrainischen Bürgern bisher keine nennenswerte Wirkung gezeigt. Ende 2017 wurde von der ukrainischen Regierung eine neue Nationale Abfallwirtschaftsstrategie verabschiedet, die bis 2030 umgesetzt werden soll. Im Februar 2019 folgte die Annahme eines Nationalen Abfallwirtschaftsplans bis 2030. Dieser soll dazu führen, dass europäische Standards eingehalten, moderne Technologien angewandt sowie Anlagen, wie z.B. Sortier- und Kompostieranlagen, erstellt bzw. ausgebaut werden. Für diese ehrgeizige Zielsetzung erhofft sich die ukrainische Regierung die Unterstützung ausländischer Investoren. In mehreren Städten sind für die nächsten Jahre Projekte geplant oder befinden sich bereits in der Umsetzungsphase.

Ziel

Die Geschäftsanbahnungsreise in die Ukraine ist Bestandteil der Exportinitiative Umwelttechnologien des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) und wird im Rahmen des BMWi-Markterschließungsprogramms für KMU organisiert und aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages gefördert. Die Geschäftsanbahnungsreise wird zudem vom BMWi geleitet.

Ziel der Maßnahme ist die Vermittlung individueller und relevanter Geschäftsgespräche. Im Rahmen von Präsentationsveranstaltungen wird die Leistungsfähigkeit der deutschen Branchenvertreter vorgestellt und B2B-Gespräche mit potentiellen Geschäftspartnern geführt. Unternehmens- und Behördenbesuche dienen der Heranführung an konkrete Projekte und Partner. Dabei werden Sie auch über Marktchancen und -entwicklungen, politische und rechtliche Rahmenbedingungen sowie praktische Fragen der Branche informiert.

Zielgruppe

Die Geschäftsanbahnungsreise richtet sich an kleine und mittlere Unternehmen sowie Selbständige mit Geschäftsbetrieb in Deutschland. Die Teilnehmerzahl ist auf mindestens 8 und maximal 12 Teilnehmer beschränkt. Die Anmeldungen werden nach der Reihenfolge ihres Eingangs berücksichtigt.

Kosten und Anmeldung

Abhängig von der Unternehmensgröße müssen die Teilnehmer einen Eigenbetrag zwischen 500 und 1.000 Euro (netto) sowie die Reisekosten übernehmen. COMMIT bietet bei Bedarf ein Reisepaket an.

Weitere Informationen sowie ein vorläufiges Programm entnehmen Sie dem Veranstaltungsflyer. Wir freuen uns auf Ihre Anmeldung!